Blei ist ein giftiges Schwermetall, das in älteren Gebäuden und Gärten vorkommen kann und insbesondere für Kinder ein Risiko für die Gesundheit darstellt.

Blei im Haus: Wo es vorkommt und wie Sie es prüfen lassen

Was ist Blei?
Blei ist ein giftiges Schwermetall. Besonders Kinder, Föten und Säuglinge reagieren empfindlich darauf. Schon geringe Belastungen können gesundheitlich relevant sein und verursachen oft keine offensichtlichen Symptome.

Wo kommt Blei in der Schweiz vor?

  • Farben: je nach Bindemittel bis ca. 1940 oder 1980; Rostschutzfarbe sogar bis nach 2000
  • Öle: z. B. Parkettöl (Blei als Trockenstoff/Sikkativ)
  • Spenglerarbeiten: Dachanschlüsse etc.
  • Lot bei Kupferleitungen
  • Elektroinstallationen
  • Wasserleitungen (sehr selten)
  • Röntgenabschirmungen in alten Röntgenräumen
  • Zwischenbodenschlacken
  • Garten: Sehr hohe Belastungen sind möglich, etwa durch Autoabgase aus der Zeit vor dem Verbot von verbleitem Benzin oder durch Schlacke und Asche, die als Dünger eingesetzt wurden
 

Gesundheitliche Auswirkungen 

Kinder und Entwicklung 
Kinder reagieren empfindlicher, weil sich Gehirn und Nervensystem noch entwickeln. Mögliche Folgen: verminderte Aufmerksamkeit, Lern- und Gedächtnisprobleme, geringere kognitive Leistung, Sprach- und Hörstörungen, Schulschwierigkeiten, Reizbarkeit und Impulsivität, erhöhte Aktivität, Verhaltensprobleme, Entwicklungsverzögerungen. Diese Effekte können schon bei niedriger Belastung auftreten, ohne dass akute Vergiftungssymptome vorliegen. Hyperaktives Verhalten ist nicht dasselbe wie eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung.

Chronische oder niedrige Belastung
Sie entwickelt sich oft schleichend, lange ohne klare Symptome. Möglich sind: anhaltende Müdigkeit, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder Depression, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl, Muskelschwäche und Nervenschäden, Blutarmut, eingeschränkte Nierenfunktion, erhöhter Blutdruck, verminderte Fruchtbarkeit. Bei Erwachsenen stehen meist Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Stimmungsveränderungen, Auswirkungen auf die Blutbildung, Nierenprobleme und Nervenschäden im Vordergrund.

Akute oder hohe Belastung 
Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und Koliken, Verstopfung, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen. Bei schwerer Vergiftung: Muskelschwäche, Zittern, Koordinationsstörungen, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle, schwere Blutarmut, Hirnschwellung, Koma. Schwere neurologische Symptome nach möglicher Bleiexposition sind ein medizinischer Notfall.

Blei im Haus prüfen: So gehen Sie vor
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um den geeigneten Umfang einer Bleianalyse auf Ihrem Grundstück festzulegen.

  1. Wasserleitungen (ggf. Wasseranalyse)
  2. Staubproben
  3. Baumaterialien →  Analyse von Baumaterialien: maechlerag.ch
  4. Einrichtung, ggf. Gartenerde
 

Unser Angebot im Bereich Arbeitssicherheit
Analyse von Baumaterialien, Direkttest, Luftmessungen, Beratung zu Schutzmassnahmen, Vermittlung von Sanierungen. →